L E B E N S E R W A R T U N G

Berliner Zeitung_25.02.2007

Laut einem Urteil des Amtsgerichts München müssen Kosten, die auf Internetseiten nicht eindeutig ausgewiesen sind, nicht gezahlt werden. Im konkreten Fall weigerte sich eine Frau, für die Berechnung ihrer Lebenserwartung auf einer Webseite zu bezahlen. Die Regelung zu den Kosten des Dienstes standen gut versteckt in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Lebenserwartung

| MatSch reibt:)

So lebendig und voller Erwartung sind einige unter uns wohl noch, dass mann/frau sich die verbleibende Lebensrestlaufzeit aus dem Internet gerne bei einem Gläschen Rotwein einfach einmal downloaded. Das digitale Universum dient als Orakel für das noch zu lebende Leben, dem real life eben. Zusätzlich wird das Internet zur rechnergeschützten Traumwelt eines garantiert steuerbaren Lebens, welches Real-Wife auch noch kostenlos berechnet haben möchte, um damit zum Billig-Bestatter zu gehen. So haben aber die „grauen Herren“ aus dem Internet (zuletzt bei Momo gesehen und inzwischen Nichtraucher) nicht gerechnet und decodieren ihre klein karierten AGB-Bestimmungen gerne in eine Rechnung und versenden diese frei Haus, leider unpopulär und kostenintensiv: „Wer mit dem Leben spielt muss auch dafür… (dazu) za(e)hlen….auch die Lebenserwartungsberechnungsbedürftigen. Eine Vor(warn)stufe für das second life vielleift?

Richtig! Weshalb sollte Real-Wife, die sich ab-, zu- oder auch ab und zu anzüglich „ihre Jahre“ ausrechnen lassen will, obwohl sie zwangs-läufig in „die Jahre" kommt, eigentlich nicht dafür bezahlen müssen? Wo sie doch als Gegenleistung pralle Lebenszeiten per Mail und Siegel einmassiert erhält. Nicht zu glauben, da rennt diese Frau zum Amtsgericht, nur weil sie denkt auch jener Gang mache schlank. In unseren Geiz-ist-geil-Zeiten hat schließlich alles umsonst und wirklich billig zu sein. Nicht wahr! Daran haben wir uns doch längst verwöhnt.

Der Übergang zum virtuellen, dem sorgen- und beschwerdefreien Second-Life ist noch sicherer, wenn die fehlende Lebensentführungssoftware für die berechenbaren Lebensjahre vorsorglich eingeklagt wird - sonst muß sich Real-Wife das Restrisiko in Jahren als Eigenleistung selbst vorzählen.

Dieses anstrengende Real-Wife-Life ist doch nicht mehr artgerecht. Gedenken wir z.B. dem weltweit angehimmelten Eisbären-Pater Herrn Dörflein im Berliner Zoo. Wird der losgetretene Bärentanz in die Second-Life-Räume übertragen, könnte dies weder Herrn Dörfleins Ehe retten noch im künstlichsten Falle zu artgerechten Liebkosungen führen.

Die second-life-full-time-flat muß als Nächstes kommen. Im Avatarenleben könnten wir zukünftig, dank dem schnellen, rechnergeschüzten, also gefahrlosen Zugriff auf Knut, alle "Herr Dörflein werden" und gemeinsam den "kleinen Scheißer" zum "großen Beißer" erziehen. Dies wird dann ein weiterer art-ungerechter Lösungsansatz sein, aber auch gleichzeitig ein umwelt-gerechterer Umgang mit Flugbenzin, KFZ-Steuer und anderer Notgroschen für die Knuthörigen. Darüber hinaus werden artgerechte Bärenausflüge in Knuts noch klimatisierte Heimat für alle Avataren zum Knut-schpiel numero UNO.

Es ist nicht nur recht und teuer, dass Real-Wife za(e)hlt. Wer sich für seine Lebensjahresendabrechnung von anbiedernden, notgroschengeilen und lebensmüden „Mathematikern für´s Leben“ durchleuchten lässt, sollte sich nicht wundern, nach diesem entblößendem Akt-ionismus blank dazustehen. Jeglicher Verweigerung droht bekanntlich auch ein artgerechtes Fremdvergehen.

(Meldung aktualisiert im Mai 2007)

KS: An der vereinigenden Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wirtschaft lehren uns erste oder zweite Lebensergüsse: "Mache niemals deine (Be-) Rechnung ohne Deinen Wirt“ (-uellen Dienstleister).

K L I M A K N U T

So erobert Knut weltweit die Herzen
Die Geschichte vom kleinen Berliner Eisbären ist pure Psychologie

© Berliner Morgenpost - Meldung vom 07.04.2007

Das ist alles noch gar nicht so lange her: Selig lagen sich völlig Unbekannte in den Armen, hemmungslos kamen fremde Menschen miteinander ins Gespräch. Die Fußball WM in Berlin sorgte für gute Stimmung und ließ viele einfach nur glücklich sein. Sie sollte nie zu Ende gehen, war dann aber doch ganz plötzlich vorbei. Danach kam der Katzenjammer. Und dann kam Knut.



Klimaknut

>| MatSch reibt:)

Innerhalb eines Jahres werden wir deutschsprachlich Integrierten dreimal mit Bärenmeldungen zugetextet. Zuerst der Schad-Bär, dann der Schteu-Bär und jetzt der Sch-Eisbär. Knut, ein Bär ohne Familie aber Fanmeile vor den beiden Toren des Bärliner Zoos, du hast mehr Glück als Bruno, dem braunen Migrationsbären und du hast mehr Verstand als der schteubärsche Schwarze. Sie mußten der Ideologie Einzeller-Menschen weichen, die Toleranz nur kennen wenn artgerechtes Verhalten gezeigt wird. Schlussrichtig sind diese [Alpen]-Einzeller alle in der CSU beheimatet. Und jetzt kommt noch dieser Tierschützer, kürzlich noch unbekannt als Frank Albrecht, der ebenfalls seine persönliche Meinung umgesetzt sehen möchte. Er fordert dein sofortiges Ableben, nachdem "Sein Kampf" für das Überleben von Bruno nicht ins Schwarze traf. Da waren andere sch(l)üssiger, die als Baer-schützer des Öko-systems handelten. Öko-Henker, Bio-Sarg, Solar-Bestattung: wie viele Wörter werden wir noch erfinden müssen um unser Schad-Stoff-[Tier]-Verhalten an die Info-Konsum-[enten] gewinnbringend verkaufen zu können?

Die Griechen hielten es einfacher: Ökumene war der [geol.] Ausdruck für "die ganze bewohnte Erde" - heute würden wir sagen das globale Dorf. Die Kirche hatte Ökumene definiert als die Beziehungen zwischen christlichen Kirchen verschiedener Konfessionen. Ein Wort mit unterschiedlicher Bedeutung, jeder wußte was gemeint war. Was ist aber heute unter Schad-Bär zu verstehen. Ein Brauner oder ein Weißer. Schadet denn Knut nicht auch - sogar mehr als Bruno? Sein Pfleger steht kurz davor, zum Pflegefall zu werden. Die unzähligen DVDs, die jetzt gepresst und unters Volk gebracht werden hätten wir uns erspart und somit die Spätfolgen an unseren Kindern, die durch den Konsum dieser Niederträchtigkeit in eine geistige Schieflage geraten und unweigerlich in das Pisa-Prekariat abrutschen. Oder denken wir an die vielen hungrigen Journalisten und die vegetarisch ernährten Touristen, die aus allen Winkeln unserer Ökumene [global] heranjetten und gemeinsam Sprit und Strom verbraten, um einen astreinen Fleischfresser zu sehen. Bedenken wir die emotionale Belastung für die anderen mißachteten Tiere, z. B. Ernst, dem depressiven Ma-laien-bären, der auch gerne eine Hauptrolle spielen möchte. Gedenken wir der Pandabärin Yan-Yan, die diesem Druck nicht mehr stand hielt und vor zwei Wochen vom Recht des vorzeitigen Ablebens Gebrauch machte. Gefolgt von Tilo, dem Wappentier Berlins, dem auch nichts Besseres einfiel. Das ist doch kein Zufall mehr. Diese Hysterie um einen eingesperrten, nicht artgerecht gehaltenen Eisbären lässt auch bei vielen homo sapiens den Verstand aussetzen.

Die Zooleitung hat doch tatsächlich angeordnet, dass Kinder in der vorderen Reihe und die Erwachsenen abgesperrt davon weiter hinten stehen müssen. Hallo? Statistisch gesehen gelingt eine Eisbärhandaufzucht alle 30 Jahre. Wer hat denn bitteschön die bessere Aussicht, dieses Phänomen noch einmal zu sehen? Die Kinder oder die Alten? Also bitte die Alten nach vorne und die Kinder schön hinten bleiben. Das unterstützt die Ein-Sicht, Respekt v o r dem Alte(r)n zu zeigen. Gesellschaftliche oder sexuelle Orientierungslosigkeit, also wer ist vorne und wer steht hinten, erzeugen Verbalinflatulenzen mit inflationärer Geschwindigkeit. Was gestern galt, gilt heute nicht mehr. Bruno: schlechter Bär, Knut: guter Bär, weil Klima-Bär. Braunbär versus Eisbär - und dann doch nicht, denn Knut ist die handgezüchtete Wiedergutmachung für Bruno. Also ist Bruno: guter Bär, Knut: Sch-Eisbär. Der noch kleine Scheisser verwandelt sich täglich während der Vorführung innerhalb einer halben Stunde durch seine Herumtollerei vom weißen Eisbären zum schmudelligen bräunlich eingefärbten Bären. Jeden Tag von Knut zu Bruno - nennen wir ihn doch jetzt einfach Kuno, um diesem Doppelleben gerecht zu werden.

Dieser typisch Berliner Eisbein-Zirkus ist politisch gewollt oder schlimmer noch zufällig so entstanden, um uns Anti- und Merkelianern noch mehr Geld aus den Taschen zu ziehen...für einen guten Zweck natürlich. Solidarität mit Afrika, das besonders durch den Klimawechsel getroffen wird. Wir nehmen ihnen jetzt auch das Klima. Europa mit afrikanischem Wetter und Afrika mit gar keinem Wetter. Wir bezahlen jetzt schon die Luft- und Lustbuchungen unserer politischen Vielficker, pardon -flieger, gesetzlich verpflichtet als Umwelt-Sünder beim Ablasshandel mitzumachen. Das erinnert an kirchliche Bräuche aus dem Mittelalter - es betrifft jetzt nicht nur die Diözöse, der Klingelbeutel wird ökumenisch [global] durchgereicht. An der Bußgeldtafel wird gerade gearbeitet, um einen in Euro bezifferbaren Gegenwert für schlechte Luft, zuviel Sonneneinstrahlung, zu viel oder zu wenig Wasser und natürlich auch für zu wenige Eisbären mit Eisbeinen in Berlin zu präsentieren.

Eine jährlich wiederkehrende Katastrophe spielt sich in diesen Tagen in Kanada ab, dort, wo auch Knut leben könnte. Es dürfen legal 270 000 Robbenjunge brutal im Akkord erschlagen und ihnen das Fell über die Ohren gezogen werden. Dort wird soviel Leben vernichtet, wie es die Masse an Menschen bildet, die sich in diesen Monaten nur für Knut in die Schlange stellen. Wenn da mal nicht nur vorm Berliner Zoo eine Lautsprecherdurchsage kommen könnte: "Bitte helfen Sie mit diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen und unterschreiben Sie beim Warten in der Schlange unser Protestschreiben, sonst müssen wir sie leider von unseren Ordnungskräften erschlagen lassen." Das ist aber dann doch nicht politisch opportun und könnte nur als gewaltfreie Aktion von den Tierschützern organisiert werden. Die belästigen mich aber lieber im Kaufcenter vor Aldi, wenn ich die Tüte voll habe mit tiefgefrorenen Tierkadavern oder rennen mit Ihren Transparenten 500 Meter entfernt von Knut vor Pelzläden den Kudamm rauf und runter. Soll ja schließlich auch die Sünder treffen, nicht die Wähler, die ahnungslos in der Knutsch-lange aufrecht stehen und nicht als Opfer zur Verfügung stehen möchten. Das glauben die jedenfalls.

KN: "Das all-gegenwärtige Wort Klimawechsel trägt seine Änderungsabsichten in sich und ist deshalb prädestiniert um Unsicherheit für alle Ewigkeit auszudrücken. Doch was wechselt sich denn am Klima? Garnichts! Klima wird es noch in 1000 Jahren geben, vielleicht nicht das, damit wir überleben können, aber es wird garantiert Klima geben - und aller Voraussicht nach geht das auch ohne Klimaforscher, Klimaknut und ohne uns ganz gut."

N O R O V I R U S

Fokus 05.02.07

Infektionen- Stets die Hände waschen! Der Norovirus legt in Rekordgeschwindigkeit einen guten Teil Deutschlands flach. In manchen Kliniken hält es sich wochenlang.

Norovirus

>| MatSch reibt:)

Jetzt haben wir die Scheiße! Entschuldigung, aber kurz nach dem diese Vogelkacke (H5 N1–Viren) bis zur Neuinfektion von der inflationären Bär-ichterstattung beurlaubt wurde, machen wir auf öffentlichen und privaten Toiletten unbezahlbare Überstunden. Ein Minusjob sozusagen. Mit reichlich kontaminiertem, braun-weichem Ausgang.

Die lange Leidenspause der Deutschen, unter-*brochen durch die nicht minder ansteckende Fußball-WM-2006-Euphorie und dem parallel gefühlten Super-Sommer, nimmt doch Hintern her ein beschissenes Ende. Der an-…ähm …ähm...herr-gerichtete (zu unserem allerseits inszenierten Schreckenserlebnis) braune Bär Bruno, dem nur temporären Beitrag zur bayrischen Artenvielfalt, wird heute von einem (wirklich gefährlichen) Virus ersetzt, welcher in Konsequenz blitzschnell (-er als der Bär) die „angefallenen“ Menschen, in mehr als effizienter Art und Weise (global shiting), in Angst und Heu-Schrecken versetzen kann. Auch nachhaltig. Durch sein sublimes, widerstandsfähiges Charisma. So!

Der nur unwesentlich kleinere, gar unscheinbare Norovirus, zwingt uns doch alle in die Knie...-tief gesunkenen Hosen zu machen. Der größere Unterschied ist doch folgender: Ab sofort sind nicht nur ein Herr Schnappauf und andere wichtige alpine Ureinwohner (Homos alpiens) samt anfänglich ausländerfreundlichen Fremdhühner (die den Homos alpiens untertänige Tierwelt) betroffen, sondern ganz Deutschland kann (wieder einmal) „am Braunen“ leiden.

Kein bloßes dilettantisch und brachiales Fremdhühnergrabschen mehr, sondern global und dennoch subtil wirkende Infektionsorgien sind angesagt. Die Menschheit wird zunehmend eingeladen zur „braunen Scheißerei“. "Schießereien auf Braune“ sind out. Nach Brunos Tod dachten alle, wir hätten uns (und ihn!) in eine wohl verdiente Ruhe „eingeschossen“. Pustekuchen und Tröpfcheninfektion! Stattdessen schießt nun der Norovirus seinen Giftpfeil auf den Homo sientificus. "Stets die Hände waschen!". So der präventive Rat der Virologen - aber das immer wiederkehrende Spiel der Ausrottung der Schwaben, Schwalben und Schwachen sowie anderer Minderheiten geht heute nach dem allseits bekannten Gesetz Darwins gnadenlos weiter.

Woher kommt eigentlich die braune Scheiße? Jedenfalls definitiv nicht AUT Österriech! Sie ist jedoch nicht minder gefährlich, wie die Durchfallquoten bei unseren älteren Mitwürgern beweisen. Bei jenen alten Menschen, welche abnehmend auf engsten Räumen in „Alzersheimen“, in Krankenhäusern oder bei Kreuzfahrten schiffen und so irgendwie ihren (noch) wohlverdienten Lebensabend verbringen, fallen leider dem Virus als immunschwache Virenschleudern hemmungslos zum Opfer. Haben Sie schon ausgeschissen!!? Oder verpissen sie sich noch?

Faschistoide Natur! Scheißt auf die Alten! Dies sind die Botschaften und es ist nicht von der Hand zu weisen, daß es dem alternden Homos ERECTUS (in gebeugter Haltung) einfach immer beschissener gehen wird - daß man sie breitspurig um ihre Rente bescheissen wird - oder daß man die Alten, demographisch betrachtet, einfach nicht mehr brauchen wird, ausser die Deutche Rentnerverunsicherung Bund, um die eigenen Arbeitsplätze zu sichern?

Dieser kollektive, fäkal-oral orientierte Dummpfiff kommt im End(after)effekt aus Amerika. Der Prototyp wurde bereits 1968/1972 in Ohio entdeckt und großzügig, typisch für Amerika, über den großen Teich und tröpfchenweise in den "Rest der Welt" geschissen.

Moment mal bitte. Wir Deutschen (und andere Nationen?) können doch gar nicht so viel Pech haben! Wie viele Bären kriegen wir (sie) denn noch aufgebunden? Und wann, bitte schön wird Knut kommen? Das "kleine, süße, weisse Scheißerchen“ ? Es wird wohl in naher Zukunft artgerecht - das heißt auf Eisschollen getragen - in den Baerliner Zoo entführt werden und die Menschheit (wieder) von der „großen braunen Scheißerei“ befreien wollen.

Sehen wir uns dann:...alle im Second Life wieder. Waschen dort unsere Hände in Unschuld und lassen einfach den Bären - und Virenscanner laufen ?
Sagen wir dann: ...Alles war Knut.
Fühlen wir dann:...Die verhinderte Infektion!

G E S U N D H E I T

Berliner Tagespresse im August 2006


Die Deutschen essen so viel Tiefkühlkost wie noch nie.
3,15 Mio Tonnen sollen es in diesem Jahr sein, schätzt das Deutsche Tiefkühlinstitut (ja so etwas gibt es)....Ganz vorne in der Gunst der Deutschen liegen dabei Fisch, Pommes Frites und Pizza. Von tiefgefrorenem Fleisch sind sie weniger begeistert. Gerüchten zufolge lassen manche es sogar mehrere Jahre in der Truhe vergammeln.


Gesundheit

>| MatSch reibt:)

So fragen sich z.B. Horst und Heinz von nebenan, als begünstigte deutsch"stämmig"e Esser, beim Imbiss „Rotweiss“ sicherlich nicht bei Ihrer schmierigen Tätigkeit des Verzehrs von „Pommes Rot- Weiss auf Currywurst“, ob sie sich zeitgleich ernsthaft mit dem aktuellen Thema „Gesundheitsreform - oder Gammel auf Rezept!? “, dargestellt in diversen Talkshows, wie z.B. in „Menschen bei Maischberger“ befassen sollten. Sie werden bevorzugt und weiterhin ohne jegliche gesundheitsfördernde Eigenverantwortung täglich ihre Imbissbude aufsuchen und bei Ihrem sich selbst verordneten Mittagstisch, begleitet von vielen „Klaren“ (inzwischen rezeptpflichtig) von Ulla Schmidt träumen (noch rezeptfrei). Manchmal treffen sie Sie auch da.

Denn, wie einige bereits wissen, die Gesundheitsministerin und Ihre Mitesser kochen auch nur mit (Gammel-) Fleisch und gehen auch mal durch die Stadt auf "Rezeptsuche". Alles wird gar. Alles nur eine Frage der Zeit. Und irgendein schnöder TV-Koch-Fuzzi wird sich sicherlich, trotz allen Sparmaßnahmen, finden, um den neuen Kopfpauschalen- Eintopf, als Hauptspeise der Gesundheitsreform, häppchenweise portioniert, moderieren und mit einem streng würzigen Fond am Ende der politischen Winterschlam(m)pereien abschmecken zu wollen. Ja doch! Sensibilisieren wir die Deutschen am spektakulärsten in der Glotze für das zukünftig erforderliche ´"Kochen ohne Rezept". Denn die Einlösung einer (noch) ärztlich verschriebenen Pharmadosis werden sich zukünftig Menschen aus der Unterschicht (so nennt Kurt seit 2006 einkommenslose, prekäre Hart(z) IV- Empfänger), wie z.B. Horst und Heinz, so oder so nicht mehr leisten können. Das Reformdessert wird von einem südostdeutschen Politiker (noch tätig) liebevoll, beinahe meditativ angerichtet"....ähm... hingerüchtet". Auf der Tageskarte steht heute z.B. "Zuzahlungen nach Saison ohne Sahne".

In der Tagespresse wird allerdings kurzsichtig weit mehr versprochen: "Gesundheitsreform 2006- Die Gewinner sind die Versicherten". Wer glaubt Ihnen? Diese sinnverzerrten, titelbetonten und bunten Lippenbekenntnisse, das ständige Debatieren mit unzähligen selbstdarstellerischen Schwätzern über die Reform der Reform ohne Ende und vorallem ohne jegliche Verbesserungsperspektiven! Wer will sie noch "hören" oder "sehen" (..bis es einem vergeht) ?! Jetzt heißt es vielmehr: Kosten (und) "spüren". Die "Suppe auslöffeln".
Die großen "Gesundheitsapostel" und andere Reformer wären so denkbar dankbar, wenn die medizinische Reformsuppe mindestens mediumoptimal und suffizient (für alle) endlich schmecken könnte, wo sie doch immer wieder mit neuen an(reizenden) Zutaten zum "heiligenscheinlichen Abendmahl" auf den Tisch kommt (früher wurde noch gegessen, was auf den Tisch kommt).Und wenn die reizende Ulla dann auch noch, allerdings selten genug, mit dem "frisch geduschten und oben rasierten" Horst und Heinz (trotzdem arbeitslos) bei einem aufgetauten (nicht minder gammeligen) Bullettensnack und nach reichlich "Klarem" ins Flirten und Fachsimpeln kommt, und Ihren beiden völlig narkotisierten (nicht von kostenintensiver Anästhesistenhand) "Bekannten aus der Unterschicht" weinerlich gesteht, dass sie, "hauptsächlich (so der O-Ton Ihres Psychiaters) wegen ihrer ständigen Angst vor Gesichts-, Realitäts- und Reformverlust reformsüchtig" wurde, spätestens dann diagnostizieren wir Laienärzte und andere zwangsläufig sich Selbstbehandelnde bei allen Ulla -Verfallenen (apropos Gammelfleisch) ein "ernst zu nehmendes, subkutanes Mitleidempfinden mit der Nebenwirkung einer sublimen Verzeihungsoption". Soviel nur zur Hauptmotivation von Reformbemühungen. Politiker sind eben auch nur Menschen, welche durch zunehmende Inanspruchnahme von "Psychiaterbetreutem Liegen" (früher Gesprächstherapie genannt) auch nur unsere "kranken Kassen" belasten, um wieder gesünder und somit zufriedener leben (re(a)gieren) zu wollen, mit der Aussicht bald wieder, frisch gestärkt, ein neues Süppchen auf dem " längst kochendem sozialen Herd" brodeln lassen zu können.

Zu viele wollen ständig neue Suppen kochen? ! Nicht?! Suppen, welche später auch nur lauwarm serviert und nicht schmecken werden und wo die "alten" noch nicht einmal durchgegart sind und/oder für die neuen (Ihnen) das Wasser noch nicht reicht. Reicht die Frage?: Wer kann heute den (kranken) Politikern noch das (gesunde) Wasser reichen? Und vergessen wir dabei eines nicht: Es wird, solange das nicht zu reichende und zureichende Wasser nicht ausreichen(d) werden wird, bei weiteren Reformen das o.g., noch gratis erhältliche, Dessert "Zuzahlungen nach Saison ohne Sahne" kostenpflichtig den "Reform(ein)nehmern" verkauft werden. Das ist sicher. Jedenfalls sicherer als jede Rente. Bevor dann dieses "Sichere" endgültig auf den deutsch"stämmigen" Tischen landen wird und uns immer wieder gar ungare, sprich eingefrorene Reformen, (frisch) aufgetaut und gammelig serviert werden sollten...wünsche ich vorsorglich heute schon mal einen "Guten Apettit!" Reformieren wir uns zumindest satt - anstatt. Derweil gehe ich jetzt doch mal ´ne halbaufgetaute Pommes testen....mit viel "Rot-Weiss" solange der Vorrat reicht und bis mir satt und "schwarz" im Magen wird. Mal sehn, ob ich auch Horst und Heinz (mit oder ohne Ulla? ) dort treffen werde....

B I L D U N G S P O L I T I K

Die neue alte soziale Frage

Arm, bettelarm, bildungsarm: Die neue Unterschicht wächst. Notwendig ist eine konzertierte Aktion von Bildungs- und Sozialpolitik. Kindergarten und Schulen müssen Schicksalskorrektoren für alle Kinder werden, die bei der Lotterie der Chancen im reichen Deutschland die Nieten gezogen haben.


Hinweis SZ-Online: http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/754/88666/

Bildungspolitik

>| MatSch reibt:)

Wie denn, was denn, wo denn? Bildung! Wofür? Ungünstig seit jeher, und jetzt auch noch so teuer geworden. Bildung? Nein Danke! Bildung für Arme? Wozu das denn noch? Die Armen Deutschlands sollen sich schließlich der Globalisierung nicht entziehen und im Wettstreit der Völker konkurrieren können, für die Titel nachhaltigste Verblödung und sanfteste Armutseinführung. Renomierte Forscher im neuen Tätigkeitsfeld „Armutsforschung“ haben längst analysiert, dass die weltweit verbreitete, völlige Verblödung der „Unterschicht“ oder in die Oberschichtensprache übersetzt, das weit verbreitete gesellschaftliche Phänomen einer relativen dauerhaft vorherrschenden Bildungsarmut innerhalb des „Prekariats“, perpetuierend fortschreitet. Kein Wunder, wenn man u.a. bedenkt, dass bei den offiziell aufgelisteten monatlichen Mindestpositionen zu einer minimalen erforderlichen Lebensführung von den insgesamt 345 €, man schreibe und lese (die es noch können), Null Euro für den Part „Bildung“ kalkuliert werden, und deren Kinder, aus nicht nur bildungsfernen Gründen, nicht einmal einen Hauptschulabschluss absolvieren können, da viele sich in den großen (Bildungs-) Pausen zuvor gegenseitig (bei gleichzeitigem Videomitschnitt auf Handy- "escht cool ey!") mal eben abgestochen haben. Am besten verschreiben also die Medien-Ärzte weiterhin Playstations, Handys und andere Gewaltvideo kompatiblen Plattformen, damit das brutale "Nichtwissen" auf den Schulhöfen oder auch an anderen Tatorten, möglichst schnell von unseren "Rambonachahmern" erlernt, perfektioniert und stets zu Gunsten von Bildungsbenachteiligungen (...wenn Tote lernen könnten!) der Mitschüler eingesetzt werden kann. Lernen wir von den Toten ??!

Ein weiterer Vorteil der vererbten und/ oder "gelernten" Unwissenheit ist vor allem mit fortschreitendem Alter folgender: Das in gebildeten Oberschichten altersberdingte und weit gefürchtetete Krankheitsbild, die sogenannte Alzheimer- Demenz, entfällt im Falle des Kretainismus in Gänze. Wer nichts weiß, läuft logischerwiese auch nicht Gefahr, zu vergessen oder das Vergessene von "Niemals-Nichts-Dagewesenem" im Alter schlechter koordinieren zu können. Ungefähr 3- 5 Mio Einkommens- und Bildungsschwächelnde Bürger könnten also u.a. aus diesem Grund kostenneutral zu vorzeitigem Demenzerguß gelangen, wenn sie sich nicht durch permanenten Samenerguß und daraus resultierenden Fortpflanzungserzeugnissen ihren Lebensunterhalt staatlicherseits finanzieren und somit zur Familien"Bildung" beitragen müssten. Dieses phänomenale Gesellschaftswachstum ist übrigens nur demographisch gesehen als wertvoll einzustufen. Denn leider gilt gerade heute mehr denn je: Wer doof ist bleibt es ! Schlimmer noch: Sie vermehren sich und sie werden immer jünger, und man kann nur hoffen, später auch mal Jünger, welche mit ihrer retrospektiven Doofheit Ihre wohlhabenden Schüler aus der damaligen Oberschicht bekehren und beseelen werden wollen.

Wo es Nieten gibt sind die Hauptgewinne bekanntlich nicht weit: Parallel zu diesen (von "Oberschichten") definierten bildungsfördernden Maßnahmen (Null- Euro-Budget) für Menschen im
Hart(z) IV Modus, sorgten Politiker, auch typische Vertreter von Oberschichtenkreisen, konkret einige der Bundestagsabgeordneten selbst, innerhalb Ihrer hauseigenen Abgeordnetenbibliothek im Marie-Luise-Lüders-Haus in Berlin für weiterführende, interne bildungsfördernde Maßnahmen, indem sie sich für eine lebenslange, für sie kostenneutrale, Buchadoption bereit erklärten. Vielleicht ist in diesem Zusammenhang auch einst der Begriff des „Ein-Euro-Jobs“ bei den Herren Politiker kreiert worden, da jeder für einen Euro (täglich) ein Kind in Afrika durch eine Patenschaft "retten" kann. Diese "Buchpatenschaften" könnten somit als Vorübung für die Ein-Euro-Patenschaft afrikanischer Kinder gesehen werden. Sie wollten nur üben, um den Job als Pate mit dem ersparten Geld durch die Bücherausleihe übernehmen zu können?
Wir sollten jedoch tolerant genug sein, um etwas Verständnis dafür aufbringen zu können, dass die Abgeordneten trotz Ihres wahrlich nur durchschnittlichen monatlichen Budgets von ca. 8.000 – 14.000 € (inkl. Spesen für ZuarbeiterInnen aller Art) bei den steigenden Lebenserhaltungs- und anderen Energiekosten schließlich auch weniger in Ihren Taschen sehen. Auch Politiker müssen wohl, wenn sie denn Bücher käuflich erwerben würden, 3 % mehr (Mehr-) Wertsteuer berappen, außer in der Schweiz. Nicht unschlau. Erst alles in den Stall fahren und dann die „Erhöhen–Taste“ drücken. So entsteht "mehr Wert"!

Erst durch einen Checkpoint, nachträglich installiert vor dem Bibliothekenzugang mit Scanschleuse, bedient von einem ständigen Mitwisser, ließen sich viele der Abgeordneten zu banalen Ausleih-Aktionen von Büchern hinreißen. Diese unmotivierten Handlungsabläufe kennt man bereits aus dem Tierreich. Es handelt sich hierbei um klassische Übersprungshandlungen. Durchaus wieder aufrichtig, ab sofort nicht nur im Sinne der bloßen Körperhaltung, welche immer, auf Grund der erhöht montierten Leuchtreklame "Freiheit ist denkbar", einzunehmen war, bilden sich nun die Herren Abgeordneten, menschlich gesehen erstaunlich selbstbewußt, weiter. „Freiheit ist denkbar“ steht also ganz oben, beinahe leuchtend ermahnend. So, So! Ein Änderungsantrag des Vorsitzenden des Bundes für Steuerzahler, den vorhandenen Schriftzug in "Freiheit ist lenkbar" umzuschreiben, wurde bislang von den einschlägig bekannten Abgeordneten aus Kostengründen abgelehnt.
Jedenfalls kann man konstantieren: Auch der Bücherklau macht (uns) schlau.

F R E I H E I T

....ohne Worte...

Feriheiten1

T Ä T I G K E I T

Digitale Leuchtreklame für Teilnehmer am Straßenverkehr, gesehen in Berlin- Tempelhof, Mehringdamm/ Ecke Kolonnenstrasse.

Stadt Berlin- 30.01.2007

Was tun wir wenn wir tätig sind?


Taetigkeit

>| MatSch reibt:)

…Wir fahren z.B. einfach vorbei und tun so, als wären wir gerade mit dem Autofahren tätig und hätten deswegen nichts gesehen. Bequem und ungestört in alle Richtungen über den Asphalt rollend. Dennoch beleuchten im letzten Blickwinkel die höchst philosophisch hintergründigen Buchstabenaneinanderreihungen unsere Netzhaut mit der Leuchtkraft eines Heiligenscheines. Bei einigen Menschen (welche Stefan Raab noch nicht allzu oft gesehen hatten) können die Senderinformationen gar deren Hirnzellen erreichen, welche das sofortige Nachdenken beginnen lassen. Gleichzeitig sind die menschlichen Hirnwindungen bereits damit beschäftigt den Fahrer zum verkehrsbedingten Weiterfahren tätig werden zu lassen. Ein mentales Abenteuer auf Berlins Straßen. Jeden Morgen.

Und alle fahren sie weiter, ohne eine direkte spannende Auflösung der Frage „Was tun wir wenn wir tätig sind?“ abzuwarten. Schade eigentlich. Was bedeuten nun die kryptisch (trotz des deutschen Untertitels) hinterlegten Schriftzeichen, welche zeitgeistlich in digital -artifizieller Form dem gestressten Verkehrsteilnehmer Berlins jederzeit zum persönlichen „Ohm“ kostenneutral angeboten werden?

Im Nuhr´schen Sinne könnte die Antwort kurz und dennoch leuchtendscharf heißen: „Lebensenergie verwerten". Aber hinter dieser Werbung steckt sicherlich mehr als Nu(h)r(,) eine N-eon oder Nuon- Werbung oder eine „Esst mehr Senf - Botschaft!“.
Diese Frage, welche den Tatbestand „Tätig sein“ impliziert, ist von jedem Verkehrsteilnehmer selbst zu analysieren: Offensichtlich „tätig“ ist gemeinhin der, welcher nicht untätig sein möchte oder auch, menschlich bedingt, nicht sein kann. Seinem Urinstinkt perpetuierend folgend, jagt der Tätige, Täter oder zumindest jeder Tatverdächtige nach Taten und somit nach Befriedigungen der dritten Art. Manches Mal auch mit der Tatwaffe „PKW“, um die Chance zu haben, ab und zu an eben jener „Mutterfrage“, notiziert am Mehringdamm/ Ecke Kolonnenstrasse, durch die aufpoppende Leuchtkraft, fast lebendig aus einem Häuserleib pulsierend wirkend: „Was tun wir wenn wir tätig sind?“ vorbei fahren zu können, um seine Lebensfragen immer wieder gewissenhaft zu formulieren und sich selbst beantworten zu können. Auf Neudeutsch: „Lebenshilfe to go“.

Was lesen wir wenn wir Buchstaben sehen? Nicht immer! Was hungert uns wenn wir essen? Nichts! Was kostet uns die Gesundheitsreform wenn wir nicht zahlen? Nichts! Wie gehen wir baden wenn wir nicht Schwimmen? Unter !!
Wen schlagen wir wenn wir mit unseren Kindern zusammen sind? Nur „Dick und Doof“! Wen schlagen unsere Kinder wenn sie Ihren Lehrern Gewaltvideos auf Ihrem Handy zeigen dürfen? Sind gerade satt! Was reformieren die Politiker wenn sie Reformen reformieren? Niemals! Wer wird Papst wenn „die Gläubigen“ gewinnen? Mindestens Dieter Bohlen! Was macht Beck wenn er alle Hart(z) IV – Empfänger frisch onduliert und rasiert antrifft? Nichts!
Wen wählt der Bürger wenn er am Wochenende hätte wählen können? Alle Nichtwähler und Nichtrasierten!

Was tun wir also wenn wir tätig sind? N I C H T S.

Bereits James Dean erkannte in den 50-er Jahren das „Unwissen über das menschliche Tun“, dargestellt in seinem soziokulturell relevantem Filmbeitrag: „….denn sie wissen nicht was sie tun!“. Oder sind wir nicht alle ein bisschen „Jenseits von Eden“?

„Was duustd Du?“ – nicht „Was guuckst Du?“ wird der neue "Ethno-Comedy"-Spruch von Django Asül heißen und alle Liebhaber von Immigranten-Witzen werden erneut lachen, ohne Nuhr oder was zu verstehen: Was tun wir wenn wir tätig sind? Denn nu(h)r die wirklich das tun, was sie zu tun gedenken (gedacht haben) während sie tätig (geworden) sind, können im Zweifelsfalle ganz am Ende das gewissenhaft getan haben, was andere niemals tun würden, wollten, sollten oder könnten. Werden wir noch tätig? "Den Teufel werden wir tun!"

K O M M E N T A R L O S

Weniger als 1000 Worte und dennoch bildhaft genug....


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