G E S U N D H E I T

Berliner Tagespresse im August 2006


Die Deutschen essen so viel Tiefkühlkost wie noch nie.
3,15 Mio Tonnen sollen es in diesem Jahr sein, schätzt das Deutsche Tiefkühlinstitut (ja so etwas gibt es)....Ganz vorne in der Gunst der Deutschen liegen dabei Fisch, Pommes Frites und Pizza. Von tiefgefrorenem Fleisch sind sie weniger begeistert. Gerüchten zufolge lassen manche es sogar mehrere Jahre in der Truhe vergammeln.


Gesundheit

>| MatSch reibt:)

So fragen sich z.B. Horst und Heinz von nebenan, als begünstigte deutsch"stämmig"e Esser, beim Imbiss „Rotweiss“ sicherlich nicht bei Ihrer schmierigen Tätigkeit des Verzehrs von „Pommes Rot- Weiss auf Currywurst“, ob sie sich zeitgleich ernsthaft mit dem aktuellen Thema „Gesundheitsreform - oder Gammel auf Rezept!? “, dargestellt in diversen Talkshows, wie z.B. in „Menschen bei Maischberger“ befassen sollten. Sie werden bevorzugt und weiterhin ohne jegliche gesundheitsfördernde Eigenverantwortung täglich ihre Imbissbude aufsuchen und bei Ihrem sich selbst verordneten Mittagstisch, begleitet von vielen „Klaren“ (inzwischen rezeptpflichtig) von Ulla Schmidt träumen (noch rezeptfrei). Manchmal treffen sie Sie auch da.

Denn, wie einige bereits wissen, die Gesundheitsministerin und Ihre Mitesser kochen auch nur mit (Gammel-) Fleisch und gehen auch mal durch die Stadt auf "Rezeptsuche". Alles wird gar. Alles nur eine Frage der Zeit. Und irgendein schnöder TV-Koch-Fuzzi wird sich sicherlich, trotz allen Sparmaßnahmen, finden, um den neuen Kopfpauschalen- Eintopf, als Hauptspeise der Gesundheitsreform, häppchenweise portioniert, moderieren und mit einem streng würzigen Fond am Ende der politischen Winterschlam(m)pereien abschmecken zu wollen. Ja doch! Sensibilisieren wir die Deutschen am spektakulärsten in der Glotze für das zukünftig erforderliche ´"Kochen ohne Rezept". Denn die Einlösung einer (noch) ärztlich verschriebenen Pharmadosis werden sich zukünftig Menschen aus der Unterschicht (so nennt Kurt seit 2006 einkommenslose, prekäre Hart(z) IV- Empfänger), wie z.B. Horst und Heinz, so oder so nicht mehr leisten können. Das Reformdessert wird von einem südostdeutschen Politiker (noch tätig) liebevoll, beinahe meditativ angerichtet"....ähm... hingerüchtet". Auf der Tageskarte steht heute z.B. "Zuzahlungen nach Saison ohne Sahne".

In der Tagespresse wird allerdings kurzsichtig weit mehr versprochen: "Gesundheitsreform 2006- Die Gewinner sind die Versicherten". Wer glaubt Ihnen? Diese sinnverzerrten, titelbetonten und bunten Lippenbekenntnisse, das ständige Debatieren mit unzähligen selbstdarstellerischen Schwätzern über die Reform der Reform ohne Ende und vorallem ohne jegliche Verbesserungsperspektiven! Wer will sie noch "hören" oder "sehen" (..bis es einem vergeht) ?! Jetzt heißt es vielmehr: Kosten (und) "spüren". Die "Suppe auslöffeln".
Die großen "Gesundheitsapostel" und andere Reformer wären so denkbar dankbar, wenn die medizinische Reformsuppe mindestens mediumoptimal und suffizient (für alle) endlich schmecken könnte, wo sie doch immer wieder mit neuen an(reizenden) Zutaten zum "heiligenscheinlichen Abendmahl" auf den Tisch kommt (früher wurde noch gegessen, was auf den Tisch kommt).Und wenn die reizende Ulla dann auch noch, allerdings selten genug, mit dem "frisch geduschten und oben rasierten" Horst und Heinz (trotzdem arbeitslos) bei einem aufgetauten (nicht minder gammeligen) Bullettensnack und nach reichlich "Klarem" ins Flirten und Fachsimpeln kommt, und Ihren beiden völlig narkotisierten (nicht von kostenintensiver Anästhesistenhand) "Bekannten aus der Unterschicht" weinerlich gesteht, dass sie, "hauptsächlich (so der O-Ton Ihres Psychiaters) wegen ihrer ständigen Angst vor Gesichts-, Realitäts- und Reformverlust reformsüchtig" wurde, spätestens dann diagnostizieren wir Laienärzte und andere zwangsläufig sich Selbstbehandelnde bei allen Ulla -Verfallenen (apropos Gammelfleisch) ein "ernst zu nehmendes, subkutanes Mitleidempfinden mit der Nebenwirkung einer sublimen Verzeihungsoption". Soviel nur zur Hauptmotivation von Reformbemühungen. Politiker sind eben auch nur Menschen, welche durch zunehmende Inanspruchnahme von "Psychiaterbetreutem Liegen" (früher Gesprächstherapie genannt) auch nur unsere "kranken Kassen" belasten, um wieder gesünder und somit zufriedener leben (re(a)gieren) zu wollen, mit der Aussicht bald wieder, frisch gestärkt, ein neues Süppchen auf dem " längst kochendem sozialen Herd" brodeln lassen zu können.

Zu viele wollen ständig neue Suppen kochen? ! Nicht?! Suppen, welche später auch nur lauwarm serviert und nicht schmecken werden und wo die "alten" noch nicht einmal durchgegart sind und/oder für die neuen (Ihnen) das Wasser noch nicht reicht. Reicht die Frage?: Wer kann heute den (kranken) Politikern noch das (gesunde) Wasser reichen? Und vergessen wir dabei eines nicht: Es wird, solange das nicht zu reichende und zureichende Wasser nicht ausreichen(d) werden wird, bei weiteren Reformen das o.g., noch gratis erhältliche, Dessert "Zuzahlungen nach Saison ohne Sahne" kostenpflichtig den "Reform(ein)nehmern" verkauft werden. Das ist sicher. Jedenfalls sicherer als jede Rente. Bevor dann dieses "Sichere" endgültig auf den deutsch"stämmigen" Tischen landen wird und uns immer wieder gar ungare, sprich eingefrorene Reformen, (frisch) aufgetaut und gammelig serviert werden sollten...wünsche ich vorsorglich heute schon mal einen "Guten Apettit!" Reformieren wir uns zumindest satt - anstatt. Derweil gehe ich jetzt doch mal ´ne halbaufgetaute Pommes testen....mit viel "Rot-Weiss" solange der Vorrat reicht und bis mir satt und "schwarz" im Magen wird. Mal sehn, ob ich auch Horst und Heinz (mit oder ohne Ulla? ) dort treffen werde....

B I L D U N G S P O L I T I K

Die neue alte soziale Frage

Arm, bettelarm, bildungsarm: Die neue Unterschicht wächst. Notwendig ist eine konzertierte Aktion von Bildungs- und Sozialpolitik. Kindergarten und Schulen müssen Schicksalskorrektoren für alle Kinder werden, die bei der Lotterie der Chancen im reichen Deutschland die Nieten gezogen haben.


Hinweis SZ-Online: http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/754/88666/

Bildungspolitik

>| MatSch reibt:)

Wie denn, was denn, wo denn? Bildung! Wofür? Ungünstig seit jeher, und jetzt auch noch so teuer geworden. Bildung? Nein Danke! Bildung für Arme? Wozu das denn noch? Die Armen Deutschlands sollen sich schließlich der Globalisierung nicht entziehen und im Wettstreit der Völker konkurrieren können, für die Titel nachhaltigste Verblödung und sanfteste Armutseinführung. Renomierte Forscher im neuen Tätigkeitsfeld „Armutsforschung“ haben längst analysiert, dass die weltweit verbreitete, völlige Verblödung der „Unterschicht“ oder in die Oberschichtensprache übersetzt, das weit verbreitete gesellschaftliche Phänomen einer relativen dauerhaft vorherrschenden Bildungsarmut innerhalb des „Prekariats“, perpetuierend fortschreitet. Kein Wunder, wenn man u.a. bedenkt, dass bei den offiziell aufgelisteten monatlichen Mindestpositionen zu einer minimalen erforderlichen Lebensführung von den insgesamt 345 €, man schreibe und lese (die es noch können), Null Euro für den Part „Bildung“ kalkuliert werden, und deren Kinder, aus nicht nur bildungsfernen Gründen, nicht einmal einen Hauptschulabschluss absolvieren können, da viele sich in den großen (Bildungs-) Pausen zuvor gegenseitig (bei gleichzeitigem Videomitschnitt auf Handy- "escht cool ey!") mal eben abgestochen haben. Am besten verschreiben also die Medien-Ärzte weiterhin Playstations, Handys und andere Gewaltvideo kompatiblen Plattformen, damit das brutale "Nichtwissen" auf den Schulhöfen oder auch an anderen Tatorten, möglichst schnell von unseren "Rambonachahmern" erlernt, perfektioniert und stets zu Gunsten von Bildungsbenachteiligungen (...wenn Tote lernen könnten!) der Mitschüler eingesetzt werden kann. Lernen wir von den Toten ??!

Ein weiterer Vorteil der vererbten und/ oder "gelernten" Unwissenheit ist vor allem mit fortschreitendem Alter folgender: Das in gebildeten Oberschichten altersberdingte und weit gefürchtetete Krankheitsbild, die sogenannte Alzheimer- Demenz, entfällt im Falle des Kretainismus in Gänze. Wer nichts weiß, läuft logischerwiese auch nicht Gefahr, zu vergessen oder das Vergessene von "Niemals-Nichts-Dagewesenem" im Alter schlechter koordinieren zu können. Ungefähr 3- 5 Mio Einkommens- und Bildungsschwächelnde Bürger könnten also u.a. aus diesem Grund kostenneutral zu vorzeitigem Demenzerguß gelangen, wenn sie sich nicht durch permanenten Samenerguß und daraus resultierenden Fortpflanzungserzeugnissen ihren Lebensunterhalt staatlicherseits finanzieren und somit zur Familien"Bildung" beitragen müssten. Dieses phänomenale Gesellschaftswachstum ist übrigens nur demographisch gesehen als wertvoll einzustufen. Denn leider gilt gerade heute mehr denn je: Wer doof ist bleibt es ! Schlimmer noch: Sie vermehren sich und sie werden immer jünger, und man kann nur hoffen, später auch mal Jünger, welche mit ihrer retrospektiven Doofheit Ihre wohlhabenden Schüler aus der damaligen Oberschicht bekehren und beseelen werden wollen.

Wo es Nieten gibt sind die Hauptgewinne bekanntlich nicht weit: Parallel zu diesen (von "Oberschichten") definierten bildungsfördernden Maßnahmen (Null- Euro-Budget) für Menschen im
Hart(z) IV Modus, sorgten Politiker, auch typische Vertreter von Oberschichtenkreisen, konkret einige der Bundestagsabgeordneten selbst, innerhalb Ihrer hauseigenen Abgeordnetenbibliothek im Marie-Luise-Lüders-Haus in Berlin für weiterführende, interne bildungsfördernde Maßnahmen, indem sie sich für eine lebenslange, für sie kostenneutrale, Buchadoption bereit erklärten. Vielleicht ist in diesem Zusammenhang auch einst der Begriff des „Ein-Euro-Jobs“ bei den Herren Politiker kreiert worden, da jeder für einen Euro (täglich) ein Kind in Afrika durch eine Patenschaft "retten" kann. Diese "Buchpatenschaften" könnten somit als Vorübung für die Ein-Euro-Patenschaft afrikanischer Kinder gesehen werden. Sie wollten nur üben, um den Job als Pate mit dem ersparten Geld durch die Bücherausleihe übernehmen zu können?
Wir sollten jedoch tolerant genug sein, um etwas Verständnis dafür aufbringen zu können, dass die Abgeordneten trotz Ihres wahrlich nur durchschnittlichen monatlichen Budgets von ca. 8.000 – 14.000 € (inkl. Spesen für ZuarbeiterInnen aller Art) bei den steigenden Lebenserhaltungs- und anderen Energiekosten schließlich auch weniger in Ihren Taschen sehen. Auch Politiker müssen wohl, wenn sie denn Bücher käuflich erwerben würden, 3 % mehr (Mehr-) Wertsteuer berappen, außer in der Schweiz. Nicht unschlau. Erst alles in den Stall fahren und dann die „Erhöhen–Taste“ drücken. So entsteht "mehr Wert"!

Erst durch einen Checkpoint, nachträglich installiert vor dem Bibliothekenzugang mit Scanschleuse, bedient von einem ständigen Mitwisser, ließen sich viele der Abgeordneten zu banalen Ausleih-Aktionen von Büchern hinreißen. Diese unmotivierten Handlungsabläufe kennt man bereits aus dem Tierreich. Es handelt sich hierbei um klassische Übersprungshandlungen. Durchaus wieder aufrichtig, ab sofort nicht nur im Sinne der bloßen Körperhaltung, welche immer, auf Grund der erhöht montierten Leuchtreklame "Freiheit ist denkbar", einzunehmen war, bilden sich nun die Herren Abgeordneten, menschlich gesehen erstaunlich selbstbewußt, weiter. „Freiheit ist denkbar“ steht also ganz oben, beinahe leuchtend ermahnend. So, So! Ein Änderungsantrag des Vorsitzenden des Bundes für Steuerzahler, den vorhandenen Schriftzug in "Freiheit ist lenkbar" umzuschreiben, wurde bislang von den einschlägig bekannten Abgeordneten aus Kostengründen abgelehnt.
Jedenfalls kann man konstantieren: Auch der Bücherklau macht (uns) schlau.

F R E I H E I T

....ohne Worte...

Feriheiten1

T Ä T I G K E I T

Digitale Leuchtreklame für Teilnehmer am Straßenverkehr, gesehen in Berlin- Tempelhof, Mehringdamm/ Ecke Kolonnenstrasse.

Stadt Berlin- 30.01.2007

Was tun wir wenn wir tätig sind?


Taetigkeit

>| MatSch reibt:)

…Wir fahren z.B. einfach vorbei und tun so, als wären wir gerade mit dem Autofahren tätig und hätten deswegen nichts gesehen. Bequem und ungestört in alle Richtungen über den Asphalt rollend. Dennoch beleuchten im letzten Blickwinkel die höchst philosophisch hintergründigen Buchstabenaneinanderreihungen unsere Netzhaut mit der Leuchtkraft eines Heiligenscheines. Bei einigen Menschen (welche Stefan Raab noch nicht allzu oft gesehen hatten) können die Senderinformationen gar deren Hirnzellen erreichen, welche das sofortige Nachdenken beginnen lassen. Gleichzeitig sind die menschlichen Hirnwindungen bereits damit beschäftigt den Fahrer zum verkehrsbedingten Weiterfahren tätig werden zu lassen. Ein mentales Abenteuer auf Berlins Straßen. Jeden Morgen.

Und alle fahren sie weiter, ohne eine direkte spannende Auflösung der Frage „Was tun wir wenn wir tätig sind?“ abzuwarten. Schade eigentlich. Was bedeuten nun die kryptisch (trotz des deutschen Untertitels) hinterlegten Schriftzeichen, welche zeitgeistlich in digital -artifizieller Form dem gestressten Verkehrsteilnehmer Berlins jederzeit zum persönlichen „Ohm“ kostenneutral angeboten werden?

Im Nuhr´schen Sinne könnte die Antwort kurz und dennoch leuchtendscharf heißen: „Lebensenergie verwerten". Aber hinter dieser Werbung steckt sicherlich mehr als Nu(h)r(,) eine N-eon oder Nuon- Werbung oder eine „Esst mehr Senf - Botschaft!“.
Diese Frage, welche den Tatbestand „Tätig sein“ impliziert, ist von jedem Verkehrsteilnehmer selbst zu analysieren: Offensichtlich „tätig“ ist gemeinhin der, welcher nicht untätig sein möchte oder auch, menschlich bedingt, nicht sein kann. Seinem Urinstinkt perpetuierend folgend, jagt der Tätige, Täter oder zumindest jeder Tatverdächtige nach Taten und somit nach Befriedigungen der dritten Art. Manches Mal auch mit der Tatwaffe „PKW“, um die Chance zu haben, ab und zu an eben jener „Mutterfrage“, notiziert am Mehringdamm/ Ecke Kolonnenstrasse, durch die aufpoppende Leuchtkraft, fast lebendig aus einem Häuserleib pulsierend wirkend: „Was tun wir wenn wir tätig sind?“ vorbei fahren zu können, um seine Lebensfragen immer wieder gewissenhaft zu formulieren und sich selbst beantworten zu können. Auf Neudeutsch: „Lebenshilfe to go“.

Was lesen wir wenn wir Buchstaben sehen? Nicht immer! Was hungert uns wenn wir essen? Nichts! Was kostet uns die Gesundheitsreform wenn wir nicht zahlen? Nichts! Wie gehen wir baden wenn wir nicht Schwimmen? Unter !!
Wen schlagen wir wenn wir mit unseren Kindern zusammen sind? Nur „Dick und Doof“! Wen schlagen unsere Kinder wenn sie Ihren Lehrern Gewaltvideos auf Ihrem Handy zeigen dürfen? Sind gerade satt! Was reformieren die Politiker wenn sie Reformen reformieren? Niemals! Wer wird Papst wenn „die Gläubigen“ gewinnen? Mindestens Dieter Bohlen! Was macht Beck wenn er alle Hart(z) IV – Empfänger frisch onduliert und rasiert antrifft? Nichts!
Wen wählt der Bürger wenn er am Wochenende hätte wählen können? Alle Nichtwähler und Nichtrasierten!

Was tun wir also wenn wir tätig sind? N I C H T S.

Bereits James Dean erkannte in den 50-er Jahren das „Unwissen über das menschliche Tun“, dargestellt in seinem soziokulturell relevantem Filmbeitrag: „….denn sie wissen nicht was sie tun!“. Oder sind wir nicht alle ein bisschen „Jenseits von Eden“?

„Was duustd Du?“ – nicht „Was guuckst Du?“ wird der neue "Ethno-Comedy"-Spruch von Django Asül heißen und alle Liebhaber von Immigranten-Witzen werden erneut lachen, ohne Nuhr oder was zu verstehen: Was tun wir wenn wir tätig sind? Denn nu(h)r die wirklich das tun, was sie zu tun gedenken (gedacht haben) während sie tätig (geworden) sind, können im Zweifelsfalle ganz am Ende das gewissenhaft getan haben, was andere niemals tun würden, wollten, sollten oder könnten. Werden wir noch tätig? "Den Teufel werden wir tun!"

K O M M E N T A R L O S

Weniger als 1000 Worte und dennoch bildhaft genug....


ich_komme1

E I S Z E I T

Wiesbaden - Im Laufe der etwa 4,6 Milliarden Jahre alten Geschichte der Erde hat es immer wieder dramatische Klimaveränderungen gegeben. Diese Tatsache wird bei den aktuellen Diskussionen über die globale Erwärmung oft nicht berücksichtigt, mahnt der Wissenschaftsautor Ernst Probst aus dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim. In seinen populärwissenschaftlichen Büchern "Deutschland in der Urzeit" und "Rekorde der Urzeit" beschrieb er den stetigen Wandel zwischen Warmzeiten und Kaltzeiten.

Hinweis AZOnline 09.01.07:

http://www.azonline.ch/pages/index.cfm?dom=2&id=101460077&rub=100004702&arub=100004882&nrub=0&sda=1

Winterschlampe

>| MatSch reibt:)

Die schweizer Igel können nicht schlafen, Bruno, der heimatlose Bär schläft schon lange und tief. Der Angriff auf das schlechte Gewissen eines jeden einzelnen ist in der Nach-Bruno-Zeit geblieben: Wir Menschen sind schuld, weil wir das Wetter machen. Nicht ganz, denn das Wetter machen die Meteorologen und es sollten auch deshalb diese Schauspieler, die als eine Frühlingsrolle, ein Sommerloch, als Herbstzeitlosigkeit und als Winterschlampen auftreten können, diese Mitesser sollten Mikrofonverbot erhalten. Ihr geistiger Erguss ist nicht mehr zeitgeistlich, er ist überflüssig wie ein warmer Landregen im Januar. Gibt es denn für Meteorologen keine weiterbildenden Maßnahmen? Unsere Erde ist spätestens seit Kopernikus rund, aber wie es scheint, ist dies die einzige akzeptierte Erkenntnis für unsere Meteorologen und Klimaforscher. Die Erde hat sich für diese Spezialisten wohl noch nie weiter gedreht, sprich geändert; es gab schon immer seit dem s i e denken können Fußball-Weltmeisterschaften und im Sommer 30 Grad. Jetzt auf einmal spinnt das Wetter und wegen Sippenhaft soll es jetzt auch für uns "spinnen". Schlecht informierte Wetterforscher mit wohl schwerem religiösen Einschlag bringen uns die Botschaft des bevorstehenden Armageddons.

Armes Deutschland. Schon seit längerem werden die Bürger nicht mehr von Politikern über das Klima in Deutschland informiert, sondern durch unsere Meteorologen. Der Terror ist: Euere Lebensfreudigkeit zerstört die Mutter Erde. Also mal ehrlich: Die hl. Mutter Maria empfängt sogar unbefleckt ihren Sohn und wir zerstören unsere Mutter Erde, weil wir Messi(a)s sind? Wieviel Engstirnigkeit gehört dazu, einem Millionenpublikum vor laufender Kamera zu erzählen, dass es durch weniger pfurzen und autofahren ein Programm beeinflussen kann, das seit mehreren Millionen Jahren abläuft?

(siehe "Rekorde der Urzeit" von Ernst Probst)

KN: "Erkenntnis hilft nicht denen, die unter Realitätsverlust leiden"

K R E U Z Z U G

Hinweis Spiegel 26.06.06: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,422470,00.html


Einsamer Kreuzzug

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber will Gotteslästerung noch strenger bestrafen. Anlass für seinen Vorstoß ist ein gotteslästerlicher Doppelschlag: Erst hatte der Sender MTV in der Serie „Popetown“ Jesus lachend vorm Fernseher gezeigt, dann postierte sich der Schauspieler Mathieu Carriėre an ein Kreuz gebunden vor dem Bundesjustizministerium, um für Rechte von Vätern zu kämpfen.

Kreuzzug

>| MatSch reibt:)

Mit Recht(s) verurteilen wir unsere Bürger und andere Schauspieler („freie“ Künstler), wenn sie nicht mit den heiligsten aller heiligen Symbolen des nordeuropäischen Christentuns- dem Kreuze- pietätvoll umzugehen wissen. Der bayrische „Noch-Nicht-Papst“ verurteilt Carriėre´ s Kreuzgang mit den Worten: „Es darf nicht alles mit Füssen getreten werden, was anderen heilig ist“. Weltliche Stimmen stellen den Tretfuß jedoch auf den Kopf: „Es darf nicht immer wieder heilig gesprochen werden, was der globalisierte Bürgergeist längst mit seinen Füssen getreten hat“.

Wenn also der Schauspieler Mathieu Carriėre sich ein Kreuz auf seinen leiblichen Rücken nageln lässt, um sich unter dem Motto mehr „Rechte für Väter“ auf blasphemisches Glatteis begibt und am Ende damit den „Vater der Rechten“ erzürnt, sollte er sich keineswegs wundern, nach christlichen Ritualen bestraft zu werden:
Wie wäre das: Ein tägliches, 12 stündiges Abendgebet mit stets zu imitierenden Stottermodi des niederbayrischen Oberhauptes: „Härr, oh Härr-Härr ver- ver- vergibb gibb mür und prei-prei-beise meinen Bruder und Retter, oh Härr-Härr, Vergeber all meiner Sünden-Sünden. Oh Härr-Härr, gibst Du Bruder Stoi-Stoi-Stoi-bär Papstnamen!

Nach Stoiber, stets der christlichen Pietät verpflichtet, sollen auch andere Künstler, wie z.B. der Sender MTV, für Ihre Serie „Popetown“, in welcher Jesus tele-visionär vor seinen Gläubige®n lacht (im Glauben hat man schließlich nicht(s) zu lachen!), bestraft werden. Am lehrreichsten mit hauseigenen Mitteln: Die neue, vom Vatikan unterstützte MTV- Pflichtsendung, wird mit dem Titel „Stoibertown“ weltweit ausgestrahlt werden. Unser Kreuz-Demonstrant wird ab sofort den Freunden in der Welt zu Gast bei dem gläubigen, noch nicht gekreuzigten Ministerpräsidenten beim täglichen o.g. Strafgebet gefilmt werden. Papst Benedikt der XVI persönlich, wird am Ende jeder gläubigen Ausstrahlung jeweils im Punktesystem 1- 10 Monsieur Carriėre´ s Glaubwürdigkeit, sein garantiertes Reueempfinden und seine Überzeugungskraft der dargebotenen imitierten Stoi-Stoi-Stoi-Stotterqualität bewerten. Bei einem erreichten Punktestand von min. 75% nach 10 gesendeten Folgen wird der Papst Carriėre einen Teilerlass der Strafdauer gewähren. Bei einer 90% erbrachten Leistung darf der Sünder selbst, wegen überdurchschnittlich bewiesenem Reuefaktor, einen Antrag auf eine Teilpapstpatenschaft, allerdings ohne väterliche Rechte, beim Vatikan stellen.

Wie aus noch nicht kastrierten Politikerkreisen berichtet wird, ist in diesem Zusammenhang eine zeitnahe Reform auch für den bestehenden Blasphemieparagrafen durchaus denkbar. Ein weiterer Baustein also der, man kann mittlerweile bereits sagen, hilflosen Reformsucht unserer Führungselite. Lasset uns also gemeinsam beten, dass aus dem Rauch der Scheiterhaufen der einst ver-Kohl-ten und später der von Rot-Grün verheizten Reformansätze weit bessere reformierte Reformen unserer längst über-reformierten Welt geformt werden.

Und wer wird später dann die Kohlen nachlegen, wenn unsere Reformpolitiker sich in ihren wohl reformierten Ruhestand begeben werden? Wer wird dann die aktuelle enkeltaugliche Zukunftsgeneration mit neuen Reformen verheizen wollen?!
Oder werden wir, die aktuell gläubige Generation, bis dahin gar uns selbst und unsere Politiker reformieren?! Die Zeit ist reif: Pro Reformwillen, z.B. der der aktuellen Gesundheitsreform, der der Unternehmenssteuerreform oder der der o. g. Blasphemieparagrafenreform müssen unsere Politiker eine Zusatzversicherung gegen Denkfehler abschließen.
Bei Zuwiderhandlungen und bei Misserfolg werden 30 % Diät- und ein busen "verhängt".
Hartz VII-Jünger werden die Versicherungskontrollen bei den Politikern als 1- Euro-Job durchführen.

„Kreuzigt und steinigt mich“, um im christlich-pietätvollen Wortschatz zu bleiben, wenn wir danach immer noch Gotteslästerung und Reformstau beweihräuchern müssen. Oder anders gefragt, ab wann übernimmt u. a. ein niederbayrischer Unionspolitiker Verantwortung für die eigentlichen Bedürfnisse und Probleme der kreuzlastigen Bürger. Anstelle dem lästigen christlichen Getue. Frei nach dem Motto: Immer schön ablenken von wesentlichen Inhalten“. Das hierbei verwendete, christlich- pietätisch abgesicherte Stilmittel, nennt man „offensives Verteufeln“.
Wann ist der Mensch eigentlich aus seinem Gottes gegebenen Schicksal erwacht? Offensichtlich erst weit nach dem Mittelalter!

Lassen sie uns also am Schluss nun das, noch allseits bekannte(?)„Vater unser“ für „unsere Väter“ der Rechten beten, damit zumindest in einem der nächsten Leben ein Herr Carriėre und ein Herr Stoiber nach einem gemeins-amen Abendmahl mit viel Spaß bei der re-reformierten MTV-Serie „Popetown“ lauthals wieder lachen können.

Der spät- reuige Christ(demokrat) wird dann flehend an einen anderen Gott seiner Wahl glauben müssen: „Härr, Härr Dein Wille geschehe! Und vergib mir all meine Reformen-Reformen und mach vor allem, dass ich bald be-besser stottern- stottern kann.

H A U P T B A H N H O F

Berliner Zeitung 26.05.2006


Sinfonie mit Suchscheinwerfern
Heute Abend wird der Hauptbahnhof eröffnet- erst mit Prominenz, dann mit Konzerten und einer riesigen Lichtshow. Eine lange Nacht der Gourmetmeile.


Hauptbahnhof

>| MatSch reibt:)

Mit insgesamt 750 Tonnen Suchscheinwerfern, welche ein renomierter Lichtkünstler für das "Geschenk vom Volk an das Volk" geordert hatte, sollte man annehmen, dass nahezu eine halbe Million neugieriger Berliner und andere Sensations-Touristen, sowie einem einzelnen Messerstecher, den wohl ersten richtigen Hauptbahnhof (seit 1945) in ihrer Hauptstadt auffinden konnten: Ein Funderlebnis ohne (g)Leichen mit den neuen Weichen.

Der Hauptbahnhof ist jetzt mit Sicherheit die modernste "Kathedrale des Verkehrszeitalters". Das Tor nach überallhin in Europa, das Tor zur Welt, das Willkommen-Bauwerk zur FIFA, der rechtzeitige Einlass der "Welt zu Gast bei Freunden". Wir sind Welt!

Die "Stadt in der Stadt" leuchtet zur wiedervereinigenden Entjungferungseinfahrt von Ost- und Westzug in einem tiefen, noch etwas verschwitzten Europablau. Wiedergeburt und Entjungferung zeitgleich? Dies wird von vielen Verkehrsteilnehmern angezweifelt. Aber auch die christliche Welt basiert auf einer Geburt ohne Entjungferung - deshalb ein gutes Zeichen mit Entwicklungsoption auch für den Berliner HBF.

Die europäischen, als ehemals ebenso vereinigten, Götterfunken, und die sprühende Eleganz unserer, eigens aus dem Osten hinzugereisten Kanzlerin, leuchten dennoch vor Berlin´s neuem Bauwerk der Superlative, hell und stolz vor den ca. 27.200 vereinigten Glasscheiben der gigantischen, jedoch von der DB (-Macht) gekürzten, Überdachung für Ost-West(be)züge, welche nach der FIFA bestimmt wieder eingesparend reformiert werden.Wir glänzen mit Reform.

Die Willkommenen aus der Welt taumeln im FI FA(N) Fieber durch den zensierten (Achtung der Bahnchef baut mit!) 3-D-Rausch Hauptbahnhof mit gar 5 Höhenebenen.
Mit über 80 Läden und anderen gourmetverdächtigen Einbauten besteht mittelfristig die Gefahr, dass die eigentliche Serviceleistung der DB, der Zugverkehr, zunehmend unterwandert und nach und nach vom Fahrplan der DB gestrichen werden wird. Fahr-lässig ausgespuckt, werden die Fischgräten der Suschi- Gastronomie der obersten Gourmetetage- im jähen Fall- die vielen Höhenmeter überwinden, um flächendeckend die untersten Gleisanlagen in Nord- Süd- Richtung zu füllen. In den heutigen Zeiten kann man nur hoffen, dass der freie Fall der Gratwanderung der DB- Kunden nicht unterversichert sein wird. Das fischige Gerippe wird schließlich auch in einem neuen Bahnhof immer älter und müsste eigentlich für spätere "Fälle" vorsorgen und, in diesem (Ver)Fall, die DB- eigenen Gleisanlagen gleich mit versichern müssen. Denn auch die DB- Betriebsrente wird schrumpfen.
Herr Mehdorn wird sich derart über die Gross-zügig-keit seiner Fahrgäste darüber freuen, dass er Herrn Riester gerne mit einer kostenlosen Bahncard (lebenslang) sponsern wird.

Wenn Herr Riester mit seinen Rentnerfreu(n)den nun zurecht bei einer HBF-Landung fragen werden, wo sie sich nun während der freien 3-D erlebten (Versicherungs-)Fälle (hohe Fallhöhen sind ja bekanntlich vorhanden), im neuen Bahnhof mit allen anderen Gästen aus der Welt mal pinkeln könnten, werden sie sich wohl in die Hosen machen, wenn sie erfahren werden, dass Wezehs außer bei den Gourmets (hier wird nicht mehr ordinär gepinkelt, vielmehr verspricht die Bahnhofsmission ein "Wohlfühlerlebnis" inkusive akustischer Wellnessbegleitung) so gut wie nicht vorhanden sind.

Auch viele der anderen 300 000 potentiellen, täglichen Bahnsteignässer werden also, nach den ersten olfaktorischen Auswertungen der post-entjungferten Verkehrstage, in den transluzenten, zylindrischen Aufzügen à la "2001: Odyssee im Weltraum" zwischen den Ebenen mit Hochdruck auch nach unten schweben, um vergebens nach einer öffentlichen DB- Toilette zu suchen.
Wie wäre es mit einer Pinkelstrahlverschiebung nach den Außenräumen, den Freiflächen "Umsonst und Draußen" zum Beispiel! (hier ist übrigens bereits seit Jahren die Welt zu Gast).
Oder ein Zielen auf die nicht ausreichend vorhandenen PKW-Stellflächen im (es sind wohl ein paar im versteckten Modus gebaut worden) oder am HBF? Nein, besser noch, dem "Go-Arier-Go" ans rechte (! ) Bein machen. Deren Waffen bleiben dann vorsorglich, zumindest während der FI FA, in den sicherheitshalber nicht ausgeführten Sicherheits-Schießfächern des Bahnhofes eingeschlossen? Wir behalten Image!

Mitte Juli, zeitgleich mit dem letzten Schuss der Droge FI FA sozusagen, wenn dann alle Welt in vollen Zügen (genießend) wieder das Tor zur anderen Welt öffnen wird, lädt unsere Regierungschefin mit erneutem massiven Harndrang zu einem Eröffnungsspiel ganz anderer Art ein: Das Spiel wird lauten "Intergrationsgipfel mit Nachspiel für und mit ausländischen Heimspielern". Diese waren ursprünglich auch mal als Gast aus aller Welt zu uns gereizt, seinerzeit sogar noch ohne dem „Tor zu Welt“ möglich. Inzwischen sind sie längst zu Dauergästen avanciert, welche sich "im Zuge" auch vergangener nicht ausreichend beleuchteter Gipfelwanderungen, sich neuen "Toren zur Welt" (wie FIFA gerecht!) hinaus durchaus wieder öffnen sollten, vorrausgesetzt natürlich es gäbe genügend Unverletzte.
"Das wäre ja wohl der Gipfel! " meinen unsere Dauergäste der Welt und andere Null-Euro-Jobber, wir würden dann mit Sicherheit ein Verlängungsspiel bei Fau Angela M. beantragen, diesmal allerdings mit mindestens einer Beleuchtungsstärke der HBF-Eröffnungs-Sinfonie. Verstehen Sie Bahnhof?!

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